Alles positiv?

IMG_1093_kleinEine Infektion mit HIV bedeutet heute kein Todesurteil mehr. Dank verbesserter Therapien ist aus einer innerhalb weniger Jahre tödlichen Krankheit eine chronische Erkrankung geworden, mit der ein normales Leben möglich ist. Dennoch treffen Infizierte immer wieder auf. Von Christine Hutterer 

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Angst | Stigmatisierung | Vorurteile | Diskriminierung | Ablehnung | Vorbehalte

Sepp ist 73 Jahre alt und HIV-positiv. Hier erzählt er seine Geschichte.

Die Apothekerin Isolde Meyer weiß, dass HIV-positive Kunden oftmals mit Vorbehalten und Zurückhaltung in die Apotheke gehen – aus Angst, nicht anonym zu bleiben. Die Apothekerin hat sich daher auf die Beratung von HIV-Positiven spezialisiert und hat Strategien entwickelt, den Kunden eine gute und anonyme Beratung zu bieten.

Eine Umfrage der Deutschen Aidshilfe aus dem Jahr 2012 zeigt jedoch, dass der Umgang mit HIV-Positiven nicht grundsätzlich so frei von Vorurteilen ist. Demnach ist jedem 5. HIV-Positiven beim Arzt schon einmal eine Gesundheitsleistung, z.B. eine Zahnbehandlung verweigert worden. Dr. med. Hans Jäger, HIV-Schwerpunktarzt in München, sieht dafür keinen Grund. Im Interview erklärt er, wie es auch im Rahmen der Ärzteschaft zu ungerechtfertigter Behandlung kommen kann.

Sepp hat auch vielfältige Erfahrungen mit Ärzten – zum Glück vorwiegend positive.

Fotos: Christine Hutterer
Audio-Slideshow: Christine Hutterer
Kamera & Ton: Christine Hutterer, Johanna Dielmann von Berg
Redaktion & Schnitt: Christine Hutterer

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